Tassen und Kannen mit Pfefferminztee, Glaubersalzlösung und frisch gepressten Zitronensaft

Erster Fastentag mit „Glauberzauber“

Tassen und Kannen mit Pfefferminztee, Glaubersalzlösung und frisch gepressten Zitronensaft

Warum Darmentleerung beim Buchingerfasten so wichtig ist

Ganz ehrlich, jetzt geht es ans Eingemachte. Ein zentraler Bestandteil des Buchingerfastens ist die Darmentleerung. Ein leerer Darm ist der Game Changer beim Fastenwandern: Er verhindert Hungergefühl und hilft dem Körper, in den Fastenstoffwechsel zu schalten und die gespeicherte Energie aus den Körperdepots zu nutzen.

Leider macht das „Glaubern“ überhaupt keinen Spaß. Deshalb probieren viele Alternativen wie Sauerkrautsaft oder fermentierte Pflaumen. Ich selbst will auch schon seit langem mal die Pflaumen ausprobieren, aber dann entscheide ich mich immer wieder für das Glaubersalz. Es ist zuverlässig und die Wirkung ist planbar.

Planbarkeit durch Glaubersalz

Glaubersalz gibt Sicherheit, besonders beim Fastenwandern. Bei korrekter Anwendung setzt die Darmentleerung in einem überschaubaren Zeitraum ein und lässt sich deshalb gut in den Tagesablauf einplanen. Das ist für mich ein großer Vorteil gegenüber anderen Methoden, deren Wirkung ich weniger gut einschätzen kann.

Deshalb plane ich das Glaubern bewusst so, dass ich anschließend genügend Zeit und Ruhe zu Hause habe.

Andere Methoden sind oft weniger planbar; Ausnahme sind vielleicht Einlauf-Serien.

Ein Paukenschlag für unseren Körper

Durch diesen kurzen, aber intensiven Eingriff wird der Körper aus dem gewohnten Trott gerissen. Er merkt: „Hier passiert etwas anderes. Es ist wichtig.“

Beide Aspekte – Planbarkeit und Wachrütteln des Systems – sind mir so wichtig, dass ich immer wieder zum Glaubern zurückkehre.

Achtung: Es gibt gesundheitliche Gegenindikationen. Bei Unsicherheiten immer Rücksprache mit einer ausgebildeten Fastenleiterin halten! 😉

Mein Fastenstart: Qigong, Tee und Spaziergang

Meinen ersten Fastentag habe ich mit einem Qigong-Flow gestartet. Danach saß ich mit selbstgemachtem Zitrone-Ingwer-Kurkuma-Honig-Tee an meinem Küchentisch und habe überlegt, was ich mir von dieser Fastenzeit erwarte. Das tue ich jedes Mal, auch wenn ich seit 2010 regelmäßig faste.

Ein ausgiebiger Spaziergang half mir, weiter runterzufahren. Spazieren gehen und Wandern empfinde ich als herrlich meditativ, die frische Luft tut ihr Übriges. Deshalb habe ich auf Musik, Hörbuch und Podcast verzichtet.

Meine Fastenverpflegung

Weil ich vorher noch nicht alles vorbereitet hatte, habe ich unterwegs beim Drogeriemarkt folgende Dinge eingekauft:

  • Kräutertees – besonders Pfefferminztee, weil ich den als Geschmacksneutralisation beim Glaubern nutze
  • Apfelsaft – mit heißem Wasser aufgegossen, die herrlichste erlaubte Belohnung nach einem langen Wandertag
  • Honig – ein kleiner Teelöffel am Morgen fürs Gemüt, fürs Nierenmark und die roten Blutkörperchen
  • Gemüsesaft – aufgelöst mit Wasser und einer Mini-Prise Salz; ich mag Fastenbrühe leider nicht, und die kleine Prise Salz hilft, in Schwung zu bleiben
  • Wasser – mein Hauptbegleiter; ich bevorzuge Leitungswasser, aber Mineral- und Heilwasser liefern wertvolle Mineralien und Salze

Damit war ich für meine Fastenwoche gut eingedeckt.

Glaubern in Ruhe durchführen

Zu Hause bereitete ich alles vor: Lösung anrühren, starken Pfefferminztee kochen, Zitrone auspressen, Kerze an, entspannende Musik. Dann immer wieder abwechselnd: Schluck Glaubersalz, Schluck Pfefferminztee, Schluck Zitrone… und so weiter.

Nach 20 Minuten sollte alles geleert und und nach circa zwei Stunden mein Darm dann auch. Mein Körper weiß jetzt, dass die nächsten Tage etwas Bahnbrechendes beim Fastenwandern passieren, und ich gönne mir erstmal eine Runde Ruhe.

Am nächsten Tag freue ich mich dann auf die Wanderung.

Fazit: Für mich ist Glaubern unverzichtbar beim Buchingerfasten und Fastenwandern: Planbarkeit, Sicherheit und ein Wachrütteln aus der Routine.